MariaDB-Portierung

MariaDB-Portierung

  • Oliver Damitz
  • AddonSoftware
Die in diesem Artikel beschriebene Dienstleistung ist als Einzelkauf erhältlich für 549,00 €.
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Exocad im Netzwerk: Schluss mit unnötigen Wartezeiten

Praxistipp · Digitale Zahntechnik

Warum SQLite-Datenbanken im Netzwerkbetrieb an ihre Grenzen stoßen – und wie ein MariaDB-Server den Workflow spürbar beschleunigt.


Das Problem: Exocad wird langsam – aber nicht ohne Grund

Wer im Labor mehr als einen Exocad-Rechner betreibt und eine gemeinsame Datenbank nutzt, kennt das Phänomen: Ab einer gewissen Artikelanzahl – erfahrungsgemäß ab rund 5.000 Einträgen – wird das Anlegen neuer Fälle und das Suchen nach vorhandenen Patienten spürbar zäh. Was früher Sekunden dauerte, kostet plötzlich wertvolle Minuten im Tagesablauf.

Der Grund liegt nicht an Exocad selbst, sondern an der Architektur der Datenbankanbindung: Im Standard-Setup schreibt und liest Exocad seine Daten in eine SQLite-Datei – eine einfache, dateibasierte Datenbank, die für den Einzelplatzbetrieb hervorragend geeignet ist, im Netzwerk jedoch strukturell bedingte Schwächen zeigt.

Typische Symptome im Netzwerkbetrieb:

  • Langes Laden beim Öffnen der Fallübersicht
  • Verzögerungen beim Anlegen und Speichern neuer Fälle
  • Suchvorgänge in großen Datenbanken dauern unverhältnismäßig lang
  • Einfrieren der Oberfläche bei gleichzeitigem Zugriff mehrerer Workstations
  • Zunahme der Wartezeiten mit wachsender Artikelzahl

Technischer Hintergrund: Warum SQLite im Netzwerk an seine Grenzen stößt

SQLite ist keine „schlechte" Datenbank – sie ist eine außergewöhnlich gute Wahl für lokale Einzelplatzanwendungen. Das Problem entsteht erst durch den Netzwerkzugriff: Statt mit einem dedizierten Server zu kommunizieren, greifen alle Workstations direkt auf eine gemeinsame Datei zu, die irgendwo im Netzwerk liegt.

SQLite · dateibasiert MariaDB · Client-Server
Zugriffsprinzip Alle Clients lesen und schreiben direkt in dieselbe .db-Datei über das Netzwerk Clients senden Abfragen an den Server, der die Verarbeitung übernimmt
Datentransfer Bei jeder Abfrage werden große Teile der Datei übertragen Nur das Abfrageergebnis wird übertragen
Gleichzeitiger Zugriff Schreibsperren und Warteschlangen bei mehreren Nutzern Parallele Zugriffe werden vom Server koordiniert
Skalierung Leistung sinkt deutlich mit wachsender Datenbankgröße Stabile Performance auch bei großen Datenmengen

Vereinfacht gesagt: Bei SQLite über das Netzwerk wird der Großteil der Arbeit auf den Client-Rechnern erledigt – inklusive des vollständigen Dateitransfers. MariaDB hingegen rechnet auf dem Server und sendet nur die fertige Antwort. Gerade bei wachsenden Datenbanken und mehreren gleichzeitigen Nutzern macht dieser Unterschied den entscheidenden Performancevorteil aus.

„Wir hatten nach jedem Klick teils 15–20 Sekunden Wartezeit, bis der nächste Fall geladen war. Seit der Umstellung auf MariaDB ist das wie ein anderes System – alles reagiert sofort."

— Zahntechniklabor, 4 Exocad-Workstations, ca. 8.000 Artikel


Die Dienstleistung: Was DDS für Sie übernimmt

DDS führt die vollständige Migration Ihrer Exocad-Umgebung auf MariaDB durch – von der Datenbankinstallation bis zur Konfiguration jedes einzelnen Clients. Sie müssen lediglich einen geeigneten Server oder ein NAS bereitstellen, auf dem MariaDB betrieben werden kann.

📦 Installation von MariaDB auf Ihrem Server

DDS installiert und konfiguriert MariaDB auf dem von Ihnen bereitgestellten System – ob Windows-Server, Linux-Server oder NAS (z. B. Synology, QNAP). Die Datenbank wird mit den richtigen Benutzerrechten und Einstellungen für den Exocad-Betrieb eingerichtet.

🔄 Migration Ihrer bestehenden Datenbank

Alle vorhandenen Daten – Fälle, Artikel, Einstellungen – werden vollständig aus der bisherigen SQLite-Datei in die neue MariaDB-Datenbank übertragen. Der Umstieg erfolgt ohne Datenverlust. Nach der Migration steht Ihnen Ihre gewohnte Datenbasis sofort auf dem neuen System zur Verfügung.

🖥️ Konfiguration aller Exocad-Clients

Jede Exocad-Workstation in Ihrem Netzwerk wird auf den neuen MariaDB-Server umgestellt. Alle Rechner greifen anschließend einheitlich und performant auf die zentrale Datenbank zu – ohne weitere Anpassungen durch Sie.


Was Sie als Betreiber selbst verantworten

Mit dem Betrieb eines eigenen Datenbankservers übernehmen Sie als Laborinhaber die Verantwortung für die laufende Infrastruktur. Das umfasst:

  • Datensicherung: Regelmäßige Backups der MariaDB-Datenbank liegen in Ihrer Verantwortung. Richten Sie von Anfang an eine zuverlässige Backup-Lösung ein und prüfen Sie diese regelmäßig auf Funktionsfähigkeit.
  • Serverwartung: Updates des Betriebssystems und der MariaDB-Software sowie die allgemeine Pflege des Servers obliegen Ihnen oder Ihrem IT-Dienstleister.
  • Wiederherstellung im Fehlerfall: Sollte der Server ausfallen oder Daten beschädigt werden, sind Sie für die Wiederherstellung aus einem Backup verantwortlich. Eine durchdachte Recovery-Strategie sollte daher vor der Umstellung feststehen.

Wenn Sie keinen eigenen IT-Dienstleister haben, empfehlen wir, diese Punkte vor der Migration zu klären.


Technische Voraussetzung

Die Migration auf MariaDB setzt Exocad ab Version Elefsina 3.2 voraus. Ältere Versionen unterstützen die MariaDB-Anbindung nicht. Bitte stellen Sie sicher, dass Ihre Exocad-Installation auf dem erforderlichen Stand ist, bevor Sie die Umstellung beauftragen.


Zusatzartikel bei DDS erhältlich – sprechen Sie uns an.


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